Smartphone statt Schreibblock – Deutsche Welle führt mit Hilfe der Botschaft Schulung für junge Journalisten aus Tadschikistan und Afghanistan durch

Vom 27. Juli bis zum 3. August fand in Duschanbe unter der Leitung von Deutsche Welle (DW) ein Workshop zum Thema „Exploring Migration in Afghanistan and Tajikistan through Mobile Reporting“ statt, an dem insgesamt zwölf tadschikische und afghanische Journalisten teilnahmen. Auswahl und Einladung der Teilnehmer erfolgte auf Empfehlung von namhaften Nachrichtensendern.

Das Thema „Mobile Reporting“, also der Einsatz des Smartphones als journalistisches Werkzeug, bspw. zur professionellen Aufnahme und dem Schnitt von Videos, gewinnt im Rahmen der medialen Berichterstattung immer weiter an Bedeutung. Feldrecherche und Materialsammlung mit dem Smartphone sind nicht nur einfacher und billiger durchzuführen, sondern ist im Zweifel auch sicherer für den Journalisten, da sich dieser ohne auffällige Kameraausrüstung im Bedarfsfall inkognito bewegen kann.

Laut DW-Workshop-Organisatorin Priya Esselborn bediente die Thematik des Workshops gezielt die Nachfrage und den Bedarf der tadschikischen und afghanischen Medien. Grundlagenschulungen seien kaum nötig, da sich besonders in Afghanistan in den letzten 15 Jahren eine lebendige Medienlandschaft entwickelt habe, die das kleine Einmaleins ihres Berufsstandes beherrsche. Durch die Teilnahme am Seminar solle vielmehr der Wirkungsradius der Reporter erhöht werden.

Besprochen wurden unter anderem die politischen Einschränkungen der journalistischen Tätigkeit, die instabile Sicherheitslage, sowie die nationalen Perspektiven auf Flucht und Vertreibung. Das Thema „Migration“, das sowohl die afghanischen, als auch die tadschikischen Journalisten täglich beschäftigt, soll Einzug in zukünftige Artikeln der Teilnehmer finden.

So besuchten die Teilnehmer mit der Unterstützung der Deutschen Botschaft gemeinsam Unterkünfte afghanischer Flüchtlinge in Vahdat bei Duschanbe und machten sich die „mobile Reporting“-Techniken gezielt zu nutze. Zurück in ihrer Heimat sollen die afghanischen Teilnehmer im Gegenzug die zurückgelassenen Familienangehörigen der Flüchtlinge in Afghanistan aufsuchen. In zwei Monaten, wenn sich die Workshop-Teilnehmer ein weiteres Mal treffen, sollen die so gesammelten Erkenntnisse gemeinsam erörtert und öffentlich präsentiert werden.

Deutsche Welle führt Schulung für junge Journalisten durch

Journalisten aus Tadschikistan und Afghanistan besuchen Deutsche Botschaft